Neues von uns

Ruhe oder Sturm?

Wenn ich mir unsere Homepage und Social-Media-Aktivitäten ansehe, so ist es sehr ruhig gewesen bei uns in den letzten Monaten. Doch das täuscht.

Wie in den meisten Handwerksbetrieben, ist auch bei uns eine Menge los – manchmal einfach Zuviel. Oft bleibt kaum eine Minute, um zur Ruhe zu bekommen, ganz abgesehen von Zeiten, um strategisch zu planen.

Das ARTfischer-Team,

wäre aber nicht unser Team, gäbe es nicht immer Neues zu entdecken. In den letzten Monaten sind wir zu echten Bad- und Betonspezialisten geworden. Fugenlose Bäder, Duschrückwände aus wasserfestem Plattenmaterial und immer wieder die Verwendung von Beton Ciré, sind zu unseren Projekten geworden. Das Design, das dadurch entsteht ist ARTfischer – schlicht, elegant und zeitlos – so wie wir es lieben.

Wasserresistente Platten

selbst lackieren – funktioniert super und bietet eine unglaubliche Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Besonders gut lassen sich diese natürlich in Bad und Dusche einsetzen, ergänzt mit unseren Echtglas-Duschen wird das Bad zum Hingucker.

Fensterbänke in Betonoptik,

sind ebenso wie Fußböden  ein interessanter Akzent. Da durch das Spachteln kein Beton wie der andere erscheint, ist jedes dieser Projekte völlig individuell. Hinzukommt, dass dieses Material in den unterschiedlichsten Farben erhältlich und einsetzbar ist.

Aber auch in unserer Werkstatt gab es jede Menge zu tun. Küchen und Badmöbel stehen wie immer hoch im Kurs.

ArmaturGanz besonders angetan hat es uns auch weiterhin das Richlite. Dieses Papier ist in der Verarbeitung eine echte Herausforderung, doch in der Optik nahezu unschlagbar. Dünne Arbeitsplatten werden damit zum echten Eyecatcher und in Kombination mit farbig lackierten Fronten – von dezent grau bis hin zu intensivem Grün – zu Designobjekten.

Frauen im Handwerk

Eines möchte ich unbedingt noch erwähnen. Ich freue mich ganz besonders über die weibliche Verstärkung in unserem Team. Mit Julia als Tischlergesellin und Janina als Auszubildender, heißt es bei uns nun Gleichstand. Ein klasse Team, mit dem wir gerne ins nächste Jahr gehen.

Das Gefühl von Holz

Neue Eiche  oder das Gefühl von Holz

Waren Sie schon einmal in einem Sägewerk? Falls nein, ich kann es nur empfehlen. Es riecht dort nach Harz, Holzstaub schwirrt durch die Luft und das Geräusch von holztrennenden Sägeblättern erfüllt kreischend den Raum.

Klingt in Ihren Ohren wenig verlockend? Ok, ich gebe zu, das ist bestimmt nicht so unbedingt notwendig für jedermann/-frau dies zu erleben.

Für uns als Holzfans und Möbeltischler hat dies Erlebnis einen ganz besonderen Reiz.

Wir kennen das Sägewerk seit Generationen und erfahren von jedem Stamm die regionale Herkunft. Jeder der wunderschönen alten Eichenstämme erzählt seine eigene Geschichte. In diesem Werk können wir jeden Stamm, jede Bohle, sehen, fühlen, riechen – und nicht zuletzt bereits das Möbelstück erkennen, dass es in unseren Händen werden wird.

Das Erlebnis ist etwas ganz und gar Besonderes.

Häufig erhalten wir schon zum Zeitpunkt des Einschneidens eines Stammes die Information, dass die Bohlen uns interessieren könnten. Wir schätzen Stämme, die eine ganz besondere Geschichte verkörpern durch dicke, knorrige Äste, dunkle Einschlüsse oder Löcher. Ganz besonders hellhörig werden wir, wenn seltene Bernsteineiche den Weg an die Säge findet. Das passiert nur einige wenige Male im Jahr. Die tiefdunkle Maserung der Bernsteineiche lässt sich gerade als Tisch- oder Arbeitsplatte ganz besonders zum leuchten bringen.

Während die Digitalisierung verstärkt das Augenmerk auf Geschwindigkeit, visuelle und auditive Erlebnisse lenkt, steht bei Holz in unserer Bearbeitung die Haptik im Vordergrund. Wir erleben, dass immer mehr unserer Kunden unsere Vorliebe für dieses besondere Holz teilen.

So stehen wir häufig in der Holzhalle und teilen dank digitaler Medien unser Erleben mit unseren Kunden, die dann sofort vor Ort mitentscheiden, welche Bohle wir für ihr Projekt mitnehmen.

Ob das Handwerk des Möbeltischlers und -schreiners in der klassischen Form in Zeiten der Digitalisierung bald ausgedient hat. Wir denken nein, denn nur mit Hand, Auge und einer Menge Fingerspitzengefühl lässt sich aus diesem Holz das besondere haptisch erlebbare Möbelstück als Unikat fertigen.

Gewinner des „Best of Houzz“-Awards 2018 Kategorie Kundenzufriedenheit

Wir freuen uns riesig!

Gestern erhielten wir die tolle Nachricht, dass wir den „Best of Houzz“-Award 2018 in der Kategorie Kundenzufriedenheit gewonnen haben.

Nachdem das Jahr 2017 für das gesamte Team unglaublich intensiv war, ist diese Auszeichnung eine besondere Belohnung.

2017 ist unser Team von 5 auf 12 Personen angewachsen.

Unser Team hat eine Tischlermeisterin hinzugewonnen, die Remote also aus dem Homeoffice arbeitet und so ihre Kinder weiterhin unkompliziert betreuen kann.

Wir haben als neues Gewerk Sanitär und Heizung hinzugewonnen.

Unser Showroom in Hannover wurde ausgestattet und eröffnet.

Unser Designteam hat sich neben Möbel und Küchen, intensiv mit dem Thema Bad auseinandergesetzt und die ersten Badprojekte wurden realisiert.

Gemeinsam mit Museen und Innenarchitekten haben wir neue Ausstellungen und Kunstprojekte realisiert.

Zeit für ein herzliches DANKE allen die dabei waren, mitgewirkt und unterstützt haben und all denen, die mit Ihrem Vertrauen dazu beitragen, dass wir überhaupt so wunderbare Projekte bearbeiten können.

 

 

BADform und ARTfischer Die Möbelmanufaktur.

Detail Bad

Bauverzug, komplizierte Absprachen, Terminverschiebungen – Diese und ähnliche Themen kennen wir und sicherlich viele Kollegen aus dem Ausbau.

Als Möbelmanufaktur sind wir häufig eine der letzten Gewerke, die bei einem Ausbauvorhaben benötigt werden.

Bauverzug hat uns weit mehr als ein Mal in Bedrängnis gebracht. Auch flexibelste Zeitpläne geraten ins Wanken. Bauabnahme und Einzugstermin rücken extrem nahe oder sind schon verstrichen.

Der Druck ist hoch. Terminabsprachen zwischen den Gewerken werden schwieriger.

Was passiert, wenn Wände noch nicht trocken sind, aber die Küche eingebaut werden muss?

Die Badmöbel stehen fertig in der Werkstatt, doch das Bad kann nicht fertig gestellt werden, Leitungen nicht angeschlossen?

Als Möbelmanufaktur sind wir dazu übergegangen, sehr genau die Baustellen mit den Vorarbeiten im Blick zu haben. Wir kennen unsere Fertigungsdauer und bauen erst kurz vor unserem tatsächlichen Einbautermin.

Das spart uns auf der einen Seite jede Menge Lagerkapazitäten. Was jedoch noch viel wichtiger ist, wir können jederzeit kurzfristig auf Änderungen und Abweichungen von Zeichnungen und Pläne reagieren.

Größere Sanierungsvorhaben sind immer wieder eine spannende Herausforderung – nicht nur für uns, sondern erst recht für Kunden.

Wir haben unsere Vorgehensweise immer wieder überarbeitet und unser Team entsprechend vorbereitet.

Dann sprachen uns zwei erfahrene Sanitärfachleute im Hinblick auf eine Zusammenarbeit an. Was uns im ersten Moment den Kopf schütteln ließ, erschien auf den zweiten Blick logisch und sinnvoll.

Bei Küchen und Bädern, zwei Schwerpunkten unserer Möbelmanufaktur, ist Wasser und Heizung immer ein Thema. Nur mit intensiver Abstimmung zwischen den Gewerken ist ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Warum also sollten wir nicht beide Gewerke zusammen bringen?

In den kommenden Wochen und Monaten haben wir recherchiert, geplant und getestet. Entstanden ist BADform als eigene Marke und eigenes Unternehmen unter dem Dach der ARTfischer GmbH.

Gemeinsam sind BADform und ARTfischer Die Möbelmanufaktur. ein Team aus 10 Fachleuten aus den Bereichen Tischlerei, Heizung, Sanitär und Organisation.

Gemeinsam sind wir in der Lage durch Zusammenarbeit und enge Abstimmung insbesondere Bäder und Küchen terminlich so zu koordinieren, dass ein optimales Ergebnis für unsere Kunden entsteht.

Auf unseren Baustellen arbeiten Tischler und Sanitärfachleute als Kollegen Hand in Hand und unsere Kunden haben einen Ansprechpartner für alle Themen.

Wir sind glücklich mit dieser Entscheidung für beide Gewerke.

Zukunftsfähig im Unternehmen?

FachkräftegewinnungWie zukunftsfähig ist unser Unternehmen?

Sind wir auf dem richtigen Weg, um auch zukünftig Mitarbeiter interessant zu sein?

An diesen Fragen arbeiten wir ständig und haben mit „agiles Handwerk“ eine eigene Methode zur Betriebsorganisation und Zusammenarbeit entwickelt.

Entscheidend sind jedoch die Menschen mit denen wir im Team arbeiten. In den letzten Jahren gab es hier immer wieder massive Veränderungen.

Wir haben überlegt, hinterfragt, umorganisiert, Fehler gesucht und sind zu einem Ergebnis gekommen.

Nachgefragt

Wir arbeiten gemeinsam mit Menschen, die zu uns ins Team passen. Dieses Team besteht aus lauter besonderen Persönlichkeiten, die spezielle Lebensläufe, besondere Fähigkeiten und ganz eigene Ansprüche an ihren Arbeitsplatz haben.

„Der entscheidende Punkt war, dass ich aufstehen kann wann ich will.“ Das bekam ich als Antwort als ich einen unserer neuesten Mitarbeiter fragte, warum er bei uns angefangen hat.

Das Thema Fachkräftegewinnung spielt auch bei uns eine entscheidende Rolle und so kam ich zu meiner kleinen Umfrage.

Bei dieser Antwort muss ich sehr überrascht aus der Wäsche gesehen haben, denn vor mir saß der Mitarbeiter, der morgens grundsätzlich als erster gutgelaunt in der Werkstatt eintrifft.

Natürlich darf bei uns jeder aufstehen wann er oder sie will, weil unsere Arbeitszeiten nicht festgelegt sind. Für ihn als Frühaufsteher war das ein wichtiges Argument.

Mich überraschte die Aussage deshalb, weil das Argument üblicherweise ist, dass Menschen eher länger schlafen und später anfangen.

Unser Gespräch ging aber noch weiter und er erzählte mir, wie wichtig es für ihn sei, dass er sich komplett selbst organisieren und so auch wichtige Termine mit seiner Familie wahrnehmen könne.

ParisAgiles Handwerk

Ich habe über unser Gespräch lange nachgedacht. Als wir unser Konzept „agiles Handwerk“ entwickelt haben, war der Anstoß dazu unsere eigene Tochter und die Rolle, die wir als Eltern in ihrem Leben spielen wollen. Gepaart mit Erfahrung aus dem agilen Projektmanagement, erlerntem Wissen und intensivem Feedback von Kollegen aus der Softwareentwicklung entstand daraus ein Konzept.

Eines an dem wir immernoch täglich testen, feilen, Erfahrung machen, scheitern und wieder umbauen und lernen.

Das Feedback und die tägliche Zusammenarbeit geben uns die Sicherheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Trotz einer Menge Fehlversuche haben wir aktuell ein Team, dass als solches funktioniert, sich selbst organisiert und gemeinsam Spaß hat.

Freizeitbeschäftigung

Andrea GrannemannWas unser Team so während der Freizeit macht…

Wir haben das Glück, dass unser Team den jeweiligen Beruf liebt – und auch in ihrer Freizeit gerne mit Holz arbeiten. Was dabei rauskommen kann, beschreibt heute Andrea:

Wir wohnen in einem alten Bauernhaus, erbaut vor über 200 Jahren von den Vorfahren meines Mannes. So ein Riesenhaus zu renovieren, auf den heutigen energetischen Stand zu bringen, Altes und Neues in Einklang zu bringen, ist Herausforderung, Frust (manchmal) und Spaß (meistens) in einem!

FreizeitbeschäftigungEin typisch niederdeutsches Hallenhaus bringt eine riesige Eingangstür mit sich: ca. 3m lang und 3m hoch.

Um die Fassade aufzulockern und einen gewissen Wetterschutz zu bekommen, haben wir die Haustür um 1m nach innen versetzt. Diesen Rücksprung wollten wir gestalterisch an das übrige Haus anpassen, sodass wir uns für einen Torbogen und  seitlich ausgemauertes Fachwerk entschieden haben (noch nicht fertig). Den Torbogen konnten wir günstig von einem Abbruchhaus bekommen – allerdings war er etwas zu lang (unten einfach abschneiden) und etwas zu schmal: dafür haben wir dann oben ein neues Stück dazwischengesetzt.

Die alte Inschrift war zum Glück nur aufgemalt – nach dem Abschleifen war der Weg frei für unsere eigene Inschrift, die ich ganz klassisch von Hand mit dem Stecheisen eingeschnitzt und anschließend ausgemalt habe. Vom Stil haben wir uns an den Inschriften um 1800 orientiert. – Wer genau hinschaut, wird sehen, dass ein paar Zahlen noch fehlen: Unsere Renovierung ist noch nicht abgeschlossen, also fehlen noch zwei Ziffern in der Mitte; und wir wollen noch das genaue Baujahr rausfinden – es war irgendwann zwischen 1806 und 1808.

Die Farbwahl ist übrigens ortstypisch, die kleinen Scheiben im Oberlicht auch. Die Glasfüllungen in der Tür bringen jede Menge Licht in die große Deele und sind der „moderne Touch“ im Eingangsbereich.

Digitalisierung im Handwerk

DetailDigitalisierung im Handwerk

Stichwort Digitalisierung:

Ein digitales Büro in einem klassischen Handwerksbetrieb – einer Manufaktur – ist das überhaupt umsetzbar und auch sinnvoll?

Darüber haben wir uns im Vorfeld zugegeben gar keine Gedanken gemacht. Für uns stand von Beginn an die Situation im Raum, dass das Büro so wenig Zeit wie irgend möglich kosten darf, denn die Zeit wird natürlich für Kunden und Aufträge benötigt. Klar war auch immer, es mussten zwei Personen im Büro arbeiten und Björn würde viel unterwegs sein, sowohl im In- als auch im Ausland und musste natürlich dennoch jederzeit Zugriff auf das aktuelle Geschehen haben.

ArmaturAlso was tun?

Was wir dann begannen war eine Reise durch die Möglichkeiten von Hard- und Software, auf der wir uns auch heute noch befinden.

Im Laufe der vergangenen acht Jahre veränderte sich unsere Tischlerei – Mitarbeiter kamen dazu, wir haben angefangen auszubilden, mehrere Projekte mussten parallel abgewickelt werden, Arbeitsvorbereitung und Zeiterfassung spielten eine immer größere Rolle.

Gleichzeitig setzten sich Smartphones immer mehr durch, Brief und Fax wurden gerade auch für Angebote und Rechnungen durch die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation abgelöst. Personen nahezu jeden Alters sind mit moderner Technik vertraut.

Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben diese Möglichkeiten zu nutzen und werden berichten welche Erfahrungen wir im Laufe der Zeit gesammelt haben.

Duale Ausbildung im Handwerk

Ausbildung

Beim IHK Jahresauftakt in diesem Jahr hielt Dr. Christian Hinsch, der Präsident der IHK Hannover ein flammendes Plädoyer für die duale Ausbildung und appellierte an die Anwesenden wie die Kammer Werbung dafür zu machen. Seinen Worten zufolge sind im Kammerbezirk im vergangenen Jahr 3,3 % weniger Ausbildungsverträge geschlossen worden.

Uns im Handwerk betrifft das ähnlich. Nahezu jeder Betrieb beklagt den Fachkräftemangel. Die meisten Betriebe erhalten weniger Bewerbungen, einige Branchen nahezu keine Bewerbungen für die Ausbildung mehr.

Sprechen wir mit Kollegen, so dreht sich die Diskussion auch immer wieder um die Qualität der Auszubildenden, um Erwartungen, um Vorwissen.

Mit der Eintragung in die Handwerksrolle, haben wir in unserer Möbelmanufkatur bewusst dafür entschieden auszubilden. Bei uns wird im Tischlerhandwerk ausgebildet.

2017 werden voraussichtlich zwei unserer Auszubildenden ihre Gesellenprüfung absolvieren. Mit allen Höhen und Tiefen werden die Beiden stolz auf ihr Gesellenstück schauen können, dass sie mit allem ihrem in der Ausbildung erlangten Wissen und Können, eigenhändig gefertigt haben.

Als Frau für die Verwaltung sehe ich mich immer wieder staunend in der Werkstatt um und bin begeistert zu sehen, was hier aus einer Idee, Kreativität, Geschick und Können entsteht.

FachkräftegewinnungFachkräftemangel

Dürfen wir uns als Betriebe über Fachkräftemangel beschweren, wenn wir selbst nicht ausbilden? Ich denke Nein. Nur wenn wir selbst ausbilden und unser Wissen und Können vermitteln, wird es nachfolgende Generationen geben.

Doch wir müssen uns auch den aktuellen Herausforderungen anpassen. Wir leben in einer immer schneller werdenden, digitalisierten Welt. Wissen ist via Internet nahezu immer und überall abrufbar. Es gibt Listen von Berufen, die in absehbarer Zeit starken Veränderungen unterliegen oder nahezu ganz verschwinden.

Passt das Handwerk denn überhaupt noch in diese Zeit?

Für uns haben wir diese Frage mit einem klaren Ja beantwortet und uns entschieden Wissen, vor allem aber Können in unserem Handwerk, dem Möbelbau zu erhalten und zu vermitteln.

Wir, in und für unsere Möbelmanufaktur bilden dual und im Handwerk aus. Das bedeutet für uns, genauso wie für die Azubis einen intensiven gemeinsamen Weg zu beschreiten und am Ende hoffentlich erfolgreich und stolz auf ein gelungenes Gesellenstück zu blicken.

Wir freuen uns auf all die, die diesen Weg mit uns gehen wollen und werden.

Zu Besuch auf der Möbelmesse, Köln

Für uns war es der erste Besuch der imm, wie die Internationale Möbelmesse in Kurzform heißt.

Die Entscheidung dorthin zu fahren, viel schwer, fand doch zeitgleich die Messe „Bau“ in München statt auf der viele der Zulieferer unserer Branche die Neuheiten des Jahres präsentierten.

Soviel sei vorweggenommen, es war für uns die richtige Entscheidung.

Die imm zeigt die Neuheiten aus dem Bereich Möbel, Küche aber auch Möbeldesign und -stoff.

Armaturen an der Decke
bunte Wasserhähne von oben, imm

Ein halber Tag Zeit stand und für diese große Messe zur Verfügung und so war die Entscheidung schnell getroffen. „Living Kitchen“ hieß die erste Anlaufstelle und uns empfind dieser Blick auf grüne Wasserhähne an der Decke.

Die gab es auch auf üblicher Höhe und montiert über diverse Spülbecken zu bewundern und ich gestehe, ich habe mich verguckt. Aus biegsamen Material sind diese Armaturen nicht nur optisch sondern auch funktionell ein Highlight. Passend dazu gibt es klare, eckige Spülbecken, deren „Ecken“ jedoch so gerundet sind, dass sie unkompliziert zu reinigen sind. Wer sich schon einmal die Reinigung eines herkömmlichen eckigen Spülbeckens auch in der Gastronomie angetan hat, wird verstehen welch Zeitersparnis diese Becken versprechen.

Wer nach farbig außergewöhnlichen Spülbecken sucht, wurde auch fündig auf der imm. Egal, ob bunt oder schwarz, Edelstahl oder Porzellan, Küchen versprechen vielfältiger zu werden.

Küche oder Wohnzimmer
Küche oder Wohnzimmer

Wir haben uns für zunächst für den Einsatz bunter Armaturen und schwarzer Spülbecken entschieden und warten nun gespannt auf die erste Lieferung.

Weiter ging es für uns zu den Möbelstoffen. Nicht nur wunderschöne Farben und Muster, auch außergewöhnliche Verarbeitung natürliche Färbungen sind großes Thema. Wir werden daher zukünftig mit einem neuen österreichischen Lieferanten für Polsterstoffe zusammenarbeiten.

Bunte veränderbare Sitzgelegenheiten
Sessel mal anders, imm

Zu guter Letzt waren es die Möbeldesigner vom Studenten bis zum Profi, die unsere Aufmerksamkeit erregten. Wir haben tolle Ideen und Konzepte entdeckt. Holz in ungewöhnlichster Verarbeitung, aber auch witzige Polstermöbel und Designklassiker neu entdeckt.

Ziel unserer Reise war es neue Impulse zu bekommen, Trends zu erkennen, aber auch neue Lieferanten zu gewinnen.

Daher ziehen wir ein rundum positives Resümee unseres Kurztrips zur imm und werden nächstes Jahr mit mehr Zeit im Gepäck wiederkommen.

Digitalisierung unterstützt die Fachkräftegewinnung

FachkräftegewinnungFachkräftegewinnung im Handwerk

Wer in den vergangenen Wochen die Posts (handwerk.com ) gelesen hat oder auch die Zeitung „Norddeutsches Handwerk erhält, wird unseren Artikel gesehen haben.

Klar freuen wir uns riesig über den Artikel und sind auch ein kleinwenig stolz. Dennoch war dieser Artikel bzw. das vorhergehende Interview für uns weitaus mehr. Es war ein Anlass unser Vorgehen, unsere Organisation und unsere Arbeitsweise zu hinterfragen:

  • Ist es sinnvoll wie wir vorgehen?
  • Was sind die Vorteile?
  • Was können wir verbessern?

Zu optimieren gibt es immer. Das ist keine Frage aber dafür ein stetiger Prozess. Die Antworten auf unsere Fragen kann man im Interview lesen oder sehen und hören.

Interessant ist, dass wir gerade jetzt nach dem Erscheinen des Artikels gefragt werden: Warum organisieren wir unseren Betrieb digital? Wie funktioniert digitale Organisation?

Aktuell haben wir ein ganz neues und tolles Beispiel, warum wir von der digitalen Organisation unseres Betriebes nicht mehr abweichen werden.

BjörnÜberlastung verhindern

Seit Monaten ist es bei uns ein großes Thema, dass Björn sich versucht zwischen Büro und Werkstatt zu zerteilen, dabei aber auf keinem Fall die Gespräche mit den Kunden zu kurz kommen. Ich glaube viele Betriebe können diese Situation nachvollziehen.

Das Ergebnis dessen war, dass es zu lange dauerte bis wir Zeichnungen und Angebote erstellt haben. Über einen sehr langen Zeitraum hinweg haben wir nach geeigneten Mitarbeiterinnen gesucht, um diese Situation lösen.

Die Lösung ergab sich nun wie so oft aus unserem persönlichen Netzwerk. Eine Tischlermeisterin mit viel Erfahrung im Möbelbau, Mutter dreier Kinder, die tickt wie wir, ist genau die Richtige für unser Anliegen. Zeichnungen und Berechnungen sind ihr Ding – perfekt.

Andrea GrannemannRemote arbeiten

Das Problem: Ihr Wohnort und unser Betrieb trennt eine Distanz von ca. 100 km.

Müsste sie vor Ort in unseren Räumlichkeiten arbeiten, wäre die Distanz aus unterschiedlichen Gründen ein Ausschlusskriterium für die Zusammenarbeit. Dank moderner Technik und Digitalisierung ist es das nicht.

Mit ein paar Klicks sind die nötigen Zugänge geschaffen, Technik installiert, Daten freigeben und es kann losgehen.

Wer Familie hat weiß wie wichtig Flexibilität ist. Zeitgleich ist es aber gerade auch dann toll, in dem Beruf arbeiten zu können, der einem Spaß macht. Ein flexibler Arbeitsplatz bei dem es nicht notwendig ist vor Ort im Büro zu sitzen, bietet ungeahnte Möglichkeiten, die sich erst durch die Nutzung digitaler Möglichkeiten offenbart.

 

Natürlich verändert ein solches Modell im Betrieb auch eine Menge und ganz neue und andere Formen der Kommunikation sind gefragt und stellen eine Herausforderung da.

Dennoch, in Zeiten von Fachkräftemangel und ermüdender Suche nach geeignetem Personal für die offenen Stellen, sind diese digitalen Möglichkeiten ein Geschenk.